Vielen Dank im Voraus – richtige Schreibweise

In dieser eigentlich einfachen Floskel verstecken sich gleich mehrere Fallen, in die du tappen kannst. Um das zu verhindern, schaust du dir am besten die beiden Bestandteile „vielen Dank“ und „im Voraus“ einzeln an.

„Vielen Dank“ ist eine Redewendung, um seinen Dank auszudrücken. Das Schlagwort ist hier „der Dank“, folglich „den Dank“, den man überbringen will. „Dank“ wird hier als ein Substantiv verstanden. Um es dir besser erklären zu können, kannst du dir folgende Worte vor der Wendung denken:

  • (haben Sie) vielen Dank
  • (ich sage) vielen Dank
  • (ich schulde) vielen Dank

„Viel“ wird grundsätzlich kleingeschrieben, außer es steht für ein Substantiv und du möchtest es betonen. Hier kannst du jedoch entscheiden, ob du „viel groß- oder kleinscheiben möchest:

  • Ich habe Vieles (=viele Dinge) gelernt./Ich habe vieles gelernt.

„Vielen Dank“ wird meist großgeschrieben, da es gleich am Anfang eines Satzes oder alleinstehend verwendet wird, aber aufgepasst:

  • Vielen Dank.
  • Im Voraus vielen Dank.

Die richtige Schreibweise von „im Voraus“

Nach der neuen Rechtschreibung wird „im Voraus“ immer großgeschrieben. Hier kannst du zwei große Fehler machen. Zum einen kannst du versucht sein, den Buchstaben r doppelt zu verwenden wie in „vorraus“, zum anderen kannst du dieses Wortgefüge klein- und/oder zusammenschreiben wie „im voraus, imvoraus“.

Der erste Fehler kann passieren, da du vielleicht denkst, dass das Wort sich aus „vor“ und „raus“ zusammensetzt, jedoch besteht es aus den Wörtern „vor“ und „aus“.

Das Großschreiben von „Voraus“

Bei dem Wort „voraus“ handelt es sich um ein Adverb. Das bedeutet, es beschreibt einen Umstand in dem Satz, wie die Zeit, den Ort, Gründe oder Folgen. „Voraus“ beschreibt eine örtliche oder zeitliche Angabe, die beschreibt, dass etwas vor etwas ist oder passiert. Benutzt du das Wort „voraus“ alleine, dann wird es immer kleingeschrieben, wie in:

  • Es ist ihnen weit voraus.
  • Er schickt ihn voraus.
  • Er geht voraus.

Bei dem Wortgefüge „im Voraus“ handelt es sich aber um eine sogenannte Substantivierung. Das bedeutet, dass du das Wort wie ein Substantiv verwenden musst und es somit immer großgeschrieben wird. Das Wort „im“ ist eine Verschmelzung aus „in+dem“. Der Artikel „dem“ zeigt dir, dass ein Substantiv folgen muss, welches du großschreiben musst. Natürlich macht der Satz „in dem Voraus“ keinen Sinn, aber dadurch dass du dir bewusst bist, dass nach „im“ ein Substantiv folgt, hilft dir bei der richtigen Schreibweise. Du kannst diese Erkenntnis auch auf andere solcher Wortgefüge anwenden:

  • im Nachhinein
  • im Vorhinein
  • im Übrigen
  • im Wesentlichen

Verwendung und Alternativen

Auch wenn diese Formulierung dir veraltet vorkommen mag, jedoch bietet sie eine einfache und gute Möglichkeit, sich für eine erwartete Leistung zu bedanken und eine Forderung höflicher auszudrücken. Somit ist sie in jeder Bewerbung und anderen Schreiben, in denen du jemanden um etwas bittest unablässig. Je nach Ablass und Beziehung kannst du diese Formulierung weiter ausschmücken und förmlicher machen oder auch weniger distanziert ausdrücken:

  • Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen/Ihren Einsatz/Ihre Mühen.
  • Herzlichen Dank im Voraus.
  • Besten Dank im Voraus.

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